TECKTOPISCH ist eine Stadterkundung des Aufbaustudiengangs Kunst und öffentlicher Raum und des Studiengangs für künstlerische Konzeptionen, AdBK Nürnberg, die sich in mehreren Recherche-, Aktions- und Werkphasen äußert.
Die Recherchephasen sind nach ihrem Entstehungsdatum in aufsteigender (= aktueller) Reihenfolge gelistet.


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Haejun Jo
Recherchen und Interviews zu den „Oral Statement Drawing Series“
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11. – 12. März 2010
Recherche zur Geschichte von Flüchtlingen und Aussiedlern aus der UDSSR nach dem 2. WK.
Stadtarchiv und Archiv des Teckboten; Vorbesprechung mit Herrn Lang der die Ergebnisse der Interviews vom Deutschen ins Koreanische übersetzen sollte.
25. – 26. März 2010 Interview mit Frau Elvira Gehl, mit Herrn Ewald Seher u.a.
22. – 24. April 2010 Interview mit Herrn Ewald Seher, Mina Vogel, Katharina Stettinger u.a.



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11. – 12. März 2010

RECHERCHE II
BESTANDSAUFNAHME: SKULPTUR IM URBANEN RAUM

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STADTZENTRUM
Vroni Hammerl, Reinigungsritual
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Fotos: © Susanne Jakob


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QUARTIER UNTER DEM HUNGERBERG
Chris Weiss, Panonia

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Fotos: (1-4) © Susanne Jakob, (5) Geraldine Frisch

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6. November 2010

RECHERCHE  I

RECHERCHEN IN DER PERIPHERIE

Phänomene stadtplanerischer Segregation
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Wie funktioniert das Zusammenleben unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen in einer Kleinstadt?
Wie bilden sich soziale Differenzen und ethnische Unterschiede im Stadtbild, in Wohngebieten und Bebauung ab?
Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen nahmen wir unsere Spurensuche außerhalb der idyllischen Altstadt, in der Peripherie von Kirchheim auf.
Neben den in den 70er Jahren im Rahmen der Gemeindereform eingegliederten Teilorte Jesingen, Nabern, Ötlingen, Lindorf und Jesingen, wurden vier Gebiete in der Peripherie von Kirchheim einer genaueren Untersuchung unterzogen.


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BRUCKWIESE
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Im Süden Kirchheims befindet sich an der Strasse nach Lindorf ein Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern aus den 50er und 60er Jahren in Schlichtbauweise. Diese Wohnkolonie ist ebenfalls in alle Richtungen von seperarienden Strassen umgeben  und liegt vom touristischen Stadtzentrum weit entfernt. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass hier Hartz IV Familien und Wohnungslose einquartiert sind.
Fotos: © Susanne Jakob



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SCHAFHOF
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Das Wohngebiet Schafhof liegt nordöstlich des historischen Zentrums auf einem grünen Hügel mit Streuobstwiesen und Rundblick zur Burg Teck. Die Bebauung aus den 50er und 60er Jahren besteht überwiegend aus Ein- bis Zweifamilienhäusern mit gepflegten Gartenanlagen. In den 70er Jahren wurde der Bestand um 3- bis 4-geschossigen Wohnblocks ergänzt. Aufgrund der Altersstruktur der Hauseigentümer  ist dieses Wohngebiet „überaltert“.

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AM HOHENREISACH / IM MÜNZEN
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1 A -Wohngebiet im Norden Kirchheims mit Südhanglage, großzügiger Bungalow-Bebauung, umzäunten und gesicherten Gartenarealen.

Fotos: © Susanne Jakob


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RAMBOUILLETPLATZ RAMBOUILLETPLATZ
WOHNGEBIET UNTERHALB DES HUNGERBERGS

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Mit den Informationen, die wir beim Stadtplanungsamt erhalten hatten, konnten wir nun mit gezielten Erkundungstouren  in der Peripherie der Teckstadt beginnen. Die erste Tour führte in ein südöstlich gelegenes Stadtgebiet, das nach dem 2. Weltkrieg für Flüchtlinge erbaut wurde. Diese Enklave besteht aus Reihenhäuschen bzw. freistehenden Einfamilienhäusern mit Satteldach und schmuck gestalteten Vorgärten, von denen die meisten in der Zwischenzeit zu Carports oder Stellplätzen umfunktioniert wurden.  In den 60er Jahren wurde das Gebiet mit einer pragmatischen Wohnblockbebauung, Bildungs- und Konsumeinrichtungen erweitert. Um das neu entstandene Zentrum Rambouilletplatz gruppieren sich eine Kirche, ein Kindergarten, eine Realschule, Ladenpassagen mit hohem Leerstand und eine Cafebar. Einen abrupten Abschluss findet der Stadtteil mit Kirchheims einzigstem Hochhausbau, der wie ein mahnendes Ausrufezeichen das Stadtbild dominiert. Dieser Stadtteil wirkt seltsam seperariert, nicht zuletzt dadurch, dass er  vom historischen Zentrum durch ein Industriegebiet, durch Bahngleise sowie durch eine Umgehungs- und Autobahnzubringerstrasse abgetrennt ist.

Fotos: Susanne Jakob © 11/2009

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6. November 20096. November 2009

RECHERCHE  I –  Planung / Stadtstruktur

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Informationen zur Stadtplanung, zur sozialen, demographischen und ethnischen Situation Kirchheims
vermittelte Herr Gernot Pohl, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung der Stadt Kirchheim unter Teck.

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5. November 2009

STADTGESCHICHTE
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Erkundung der Stadtgeschichte und des historischen Bestands der Altstadt Kirchheims unter der Leitung von Dr. Roland Deigendesch (Stadtarchiv) und dem Leiter des Städtischen Museum im Kornhaus, Herr Rainer Laskowski.

Foto: © Susanne Jakob 11/2009

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