PROJEKTE IN DER INNENSTADT VON KIRCHHEIM UNTER TECK
Die  Projekte im städtischen Raum sind in aufsteigender Reihenfolge nach ihrer Aktualität gelistet.

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3. September, 20.00 Uhr

HEGMANS & HÜTER    Street Kino Revival Soap
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20. August, 20.00 Uhr

HEGMANS & HÜTER    PeepSHOWBox
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Konstrukt

DIE PeepSHOWbox ist ein kastenförmiger Bau, der mit schwarzem Molton bespannt und begehbar ist. Auf der Hauptseite gibt es eine rechteckige Öffnung, die die Sicht auf die Besucher des Weindorfs freigibt. Aus der sicheren Box heraus bemerkt der Beobachter erst nach einem Augenblick, dass auch er beobachtet und damit Teil eines voyeuristischen Prozesses wird. Die Öffnung ist zur Publikumsseite so gedreht, so dass sie wie ein Fernseher wirkt.

Inszenierung
Anfangs wird das Beobachten dem Agieren überwiegen. Später wird das Bacchantische in den Menschen wach und sie werden seinem darstellerischen Hang erliegen und ihre Interpretation der Realität darbieten.

Zwischen Publikum und Passanten kann es  ebenfalls Interaktionen geben.

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HEGMANS & HÜTER   chillLOUNGEkino
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Wir zeigen Ihnen ein Erlebnis der Extraklasse!

Erleben Sie ein Potpourri aus Performance, Theater, Tanz, Schauspielerei und den Auftritten Ihrer Mitmenschen.
Im chillLoungekino am Schlossplatz eröffnen sich Ihnen, in angenehmer Lounge-Atmosphäre, neue und doch so bekannte Welten.

Wir laden Sie/Jeden ein, ein Teil des Ganzen zu werden, mit zu machen und zu zusehen, wie das Leben pulsieren und begeistern kann.

Ihre Betrachtungsweise wird sich verändern; sie verschmilzt mit realer Theatralik und Fiktion.

chillLoungekino am Schlossplatz in 73230 Kirchheim unter Teck

Realitysoap des Künstlerteams Hegmans & Hüter

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9. Juli – 19. September 2010

GERALDINE FRISCH – JUCKEPUNKTE
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Die Architektin und Künstlerin Geraldine Frisch suchte sich in der Innenstadt von Kirchheim erhöhte Standpunkte aus,
von denen aus mit einem Spektiv allergische Plätze und Situationen anvisiert werden können.

Rathausturm, Max-Eyth Strasse / Marktstrasse

  • Blick auf die Bastion (N-O) mit Graffitis (Vgl. Graffitis unter den Arkaden des Kornhauses und Galerie)
  • einzigen Hochhaus in Kirchheim (S-O), das die homogene Struktur stört – oder bestenfalls als Ausrufezeichen gelesen werden kann.
  • Die Fachwerkidylle löst sich auf, durch den Blick auf die Haustechnik, die auf der Biberschwanz gedeckten Dachlandschaft angebracht worden ist.


Fotos: Maurer, Göppingen © 7/2010

TECKCENTER, Parkdeck 3, Stuttgarter Strasse

Begehung zu den Geschäftszeiten durch die Ladenpassage des Teckcenters.
Mit dem Aufzug zum Parkdeck 3. Am Wochenende: Feuerleiter Osianderstrasse

Nordseite:

  • Rückseite des Teckcenters mit Blick auf kleine Parkanlage
  • Altersheim Fickerstift steht im Schatten des Parkhauses
  • Wechselbebauung: alte Gebäude neue Wohncontainer
  • TECKTOPISCH ist ein Stadtprojekt von Studenten/innen der AdBK Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Galerie im Kornhaus.

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ALMUT REICHENBACH    HAUSARBEIT  II
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Almut Reichenbach applizierte eine größere Anzahl schwarzer Haarsträhnen auf der gemauerten Binnenfläche eines Seitenportals der Martinskirche. Die feinhaarigen Lineamente lassen sich erst langsam, bei genauerem Betrachten entdecken. Handelt es sich bei den haarigen Wucherungen um eine Referenz an Heiligenmythen, oder gar um Reliquien? Jedenfalls verleihen sie dem gotischen Seitenportal eine unerwartete organische, vielleicht sogar intime Komponente, mit einem Verweis auf die  ornamentreichen Haarbilder im gegenüber liegenden Museum.

(Vgl.: Hausarbeit I  in der Kornhausgalerie)

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9. Juli 2010, 22.30 Uhr

JULIA KARMANN ANDERE RÄUME (1)
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Mit einer ortsbezogenen multimedialen Inszenierung (Projektionen, Orgelmusik und Performance)
thematisierte Julia Karmann die Geschichte des zwischen Martinskirche und Kornhaus liegenden Widerholtplatzes, der im Mittelalter als Friedhof diente und heute als Parkplatz genutzt wird. Wie schon zuvor bei den „Zwischenräumen“ sollen auch hier wieder die unterhalb der Bewusstseinsschwelle existierenden historischen Gegebenheiten bewusst gemacht werden.

Fotos: Julia Karmann © 2010

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9. Juli und 30. Juli 2010, 21.00 – 22.00 Uhr

JULIA KARMANN ANDERE RÄUME (2-3)
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Mit audiovisuellen Installationen und performativen Inszenierungen bespielt Julia Karmann architektonische Zwischenräume in der Dreikönigstr.20 und der Paulinengasse 4. Die bislang unbeachteten Korridore zwischen den Häusern der Altstadt, die mitunter nur eine Breite von 80 – 100 cm aufweisen, sind ein charakteristisches Merkmal der Kirchheimer Innenstadt, die durch die multimediale Bespielung wieder ins Bewusstsein gerückt und wahrnehmbar gemacht werden sollen.

Fotos: Julia Karmann © 2010


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8. – 9. Juli 2010
GANG ZHOU ROTE EIER
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Eine Jubiläumsaktion zur 1050-Jahrfeier von Kirchheim unter Teck

Im Rahmen des Stadtprojekts TECKTOPISCH führt der chinesische Künstler Gang Zhou am Donnerstag, 8. Juli und am Freitag 9. Juli 2010, jeweils ab 11.00 Uhr ein Geburtstagsritual mit roten Eiern in der Innenstadt von Kirchheim durch. Die große Menge an Eiern orientiert sich an der ersten urkundlichen Erwähnung der Teckstadt im Jahr 1050.

Rote Eier sind in der chinesischen Kultur mit Glück verbunden, d.h. die Feier ist mit Frieden gesegnet. Sie werden oft für Geburtstagsgeschenke, Hochzeiten und andere festlichen Anlässe verwendet, um Glückwünsche und ein langes Leben dem Jubilar zu überbringen. Rot ist die Farbe des Blutes und damit auch des Lebens.

Dieses chinesische Ritual verbindet zwei geografische und geistige Welten miteinander: Das traditionelle chinesische Ritual, das bisher eher im Privatbereich angewendet wird, soll sich nun auch positiv auf die Gegenwart und Zukunft einer ganzen Stadt auswirken.

Foto: Maurer, Göppingen © 7/2010, Fotomontage: Gang Zhou 2010

Eine weitere (Jubiläums)Zeremonie, die in der Produktion der „längsten Nudel“ bestand, performte ZHOU GANG während der Ausstellungseröffnung am 9. Juli 2010



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JI HYE HAN ABSORPTIA
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Eine Woche lang durchquerte die koreanische Künstlerin Ji Hye Han in einem spiegelnden Folienkleid die Innenstadt und Peripherie von Kirchheim. Passanten hatten die Möglichkeit persönliche Botschaften, kleine Objekte und Informationen auf der Kleidoberfläche zu applizieren. Bei dieser Distanz aufhebenden Tätigkeit wurde jeder, der sich an der glänzenden Körperhülle zu schaffen machte, gespiegelt. Da Ji Hye jeden Tag einen anderen Stadtteil mit neuem Gewand durchstreifte, erhielten die sieben Kleidobjekte tagebuchartigen Aufzeichnungscharakter.

Fotos: (3/5) Simone Decker © 7/2010, (1/2/4) Maurer, Göppingen © 7/2010


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Donnerstag, 11. März 2010
STADTREINIGUNG  –  AKTION ZU „SAUBER & SICHER“
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Während der Recherchephase II, die durch heftiges Schneetreiben erschwert wurde, fanden spontane Aktionen im historischen Stadtraum statt. Mit Schaufeln und unterschiedlichen besenartigen Utensilien bewaffnet, wurde die Stadt nicht nur symbolisch von Schnee und anderem störenden Balast befreit.
Fotos: Susanne Jakob © 3/2010